Besuch von Denkmal Stiftung
Förderverein der evangelischen Denkmal-Stiftung zu Gast in St. Marien
Besucher zeigten sich beeindruckt vom großen Sanierungsvorhaben
Über 40 Unterstützer der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (Stiftung Kiba) waren am Freitag, 12. Juni, zu Gast in der Mindener St. Marienkirche. Anlässlich der jährlichen Mitgliederversammlung des Fördervereins der Stiftung Kiba im Kloster Loccum besuchten die Mitglieder insgesamt fünf durch die Stiftung geförderte Kirchen, darunter St. Marien als einzige in Nordrhein-Westfalen.
Marien-Pfarrer Frieder Küppers begrüßte die Besucherinnen und Besucher, die zusammen mit Kiba-Geschäftsführerin Catharina Hasenclever und der Vorsitzenden des Fördervereins, Kirsten Kramer, angereist waren. In der Kirche führte KantorFabian Krämer mit dem Stück „Carillon de Westminster“ des Komponisten Louis Vierne den vollen Klang der Späth-Orgel von 2002 vor, ehe der Kurzfilm „Himmel über Minden“ in das bevorstehende Sanierungsvorhaben für die St. Marienkirche einführte.
In drei Gruppen ließen sich die aus ganz Deutschland kommendenDenkmal-Freundinnen und -Freundevon Pfarrer Küppers, Pfarrer Armin Backer und Presbyter Thomas Krüger über Geschichte und Gegenwartder Marienkirche, ihreAusstattung, ihrebauliche Situation sowiedenlangen Weg bis zum Beginn der Sanierung informieren.
Einblick in die wesentlichen baulichen Probleme
Beim anschließenden Zusammensein gab Constantin Anastasiou vom Planungsbüro Krause & Anastasiou aus Hannover anhand von Planzeichnungen einen Einblick in die wesentlichen baulichen Probleme, die durch die Sanierung zu lösen sind. Bei den interessierten Nachfragen ging es unter anderem um eine angemessene, mit dem Denkmalschutz abgestimmte Lösung für den im Kirchturm angebrachten Glockenstuhl.
Stellvertretend für die Besucher dankte Kiba-Geschäftsführerin Hasenclever der Marien-Gemeinde für den herzlichenEmpfang und zeigte sich beeindruckt von dem anstehenden Sanierungsprojekt. Die Stiftung Kiba hat das Vorhaben bisher in zwei Tranchen mit 65.000 Euro gefördert.
Für die Generalsanierung der Marienkirche werden insgesamt 5,4 Millionen Euro veranschlagt. Größter Fördergeber ist der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien mit rund 1,8 Millionen Euro, gefolgt vom Land Nordrhein-Westfalen mit rund 500.000 Euro. Neben der EKD-Stiftung Kiba unterstützt auch der Kirchenkreis Mindendas Vorhabenmit bisher 81.000 Euro.