Denkmal-Tag und Gemeindefest
Kirchenführungen und Kulturprogramm stießen auf großes Interesse
Mehrere hundert Menschen folgten am 13. September der Einladung der St. Marien-Gemeinde zum Gemeindefest am Tag des offenen Denkmals. Bereits zum Auftaktgottesdienst um 10 Uhr hatten sich rund 200 Besucherinnen und Besucher in der Marienkirche versammelt, die an diesem Tag im Mittelpunkt stand – als eines von mehreren Tausend Denkmälern bundesweit.
Sängerinnen und Sänger aus Kantorei und Kammerchor unter Leitung des neuen Marien-Kantors Jakob Boudgoust begleiteten den Gottesdienst. Gestaltet wurde er von Pfarrpersonen und Prädikanten aus der gesamten Marien-Gemeinde. Pfarrer Armin Backer hielt die Predigt. Einen besonderen Akzent setzten die kleinen und großen Mitwirkenden vom „Eltern-Kind-Singen“: Das Lied „Stein auf Stein“ passte bestens zum Anlass des Tages.
Gleich nach dem Gottesdienst öffneten in der Kirche Informations- und Verkaufsstände. So gab der Bauverein St. Marienkirche mit Info-Karten, einem Video-Clip und im Gespräch Auskunft über die bevorstehende große Sanierung der mittelalterlichen Kirche. Gleich nebenan konnten Interessierte einen Blick auf Bauzeichnungen werfen, die das Planungsbüro Krause & Anastasiou aus Hannover mitgebracht hatte.
Informationen über die rund 1.000jährige Geschichte
Geschätzt 130 Gäste nahmen an insgesamt vier Führungen im Rahmen des Denkmal-Tages teil. Eine Arbeitsgruppe aus Ehrenamtlichen der Gemeinde gab bei zwei Rundgängen Auskunft über die rund 1.000jährige Geschichte von St. Marien und die Ausstattung der Kirche. Die Historische Führung wurde in einem Workshop erarbeitet, der im Zusammenhang mit der finanziellen Förderung der Sanierung durch den Bund steht.
Wer vor allem am baulichen Zustand der Marienkirche interessiert war und Details der bevorstehenden großen Restaurierung erfahren wollte, war bei zwei Führungen durch das Planungsbüro gut aufgehoben, das etliche Fragen der Besucher zu beantworten hatte. Zwischen den Führungen sang ein Projektchor gemeinsam mit Gästen Lieder aus dem Gesangbuch sowie in der Tradition von Taizé.
Roter Rauch & ein vielfältiges Kulturprogramm
Am Marienstift begann des Programm mit einem besonderen Zeichen: Roter Rauch verbreitete sich aus einem Kamin und zeigte an, dass die Sanierung mit dem Aufbau des Baugerüstes nach jahrelanger Wartezeit nun beginnen kann. Drinnen stieß ein vielfältiges Kulturprogramm auf großes Interesse: Die Bandbreite reichte vom Eltern-Kind-Singen über Lieder und Tänze aus der Ukraine bis zur afghanischen Modenschau. Der Posaunenchor ließ seine Instrumente auf dem Kirchplatz erschallen und in der Pfadfinderjurte gab es Bastelaktionen für Kinder.
Zahlreiche Ehrenamtliche sorgten für das leibliche Wohl der Besucher mit Suppen, Salaten, Wurst vom Grill und dem von Gemeindemitgliedern gespendeten Kuchen sowie Kaffee und kalten Getränken. Alles wurde gegen Spenden zugunsten der Kirchensanierung abgegeben. Durch die Gottesdienstkollekte und die Spenden kamen rund 2.100 Euro für diesen Zweck zusammen. Die Veranstalter zogen eine positive Bilanz: „Wir konnten wieder zahlreiche Menschen auf unsere Kirche aufmerksam machen und hoffen auf weitere Unterstützung der Mindener Bürgerinnen und Bürger.“